Typische Anzeichen sind Weiterleitungen auf fremde Seiten, unbekannte Administratoren, Spam-Seiten in den Suchergebnissen, eine Warnung von Google oder eine Sperre durch den Hoster. Wichtig ist jetzt die richtige Reihenfolge.
1. Nichts löschen, aber Zugriff sperren
Löschen Sie keine Dateien auf eigene Faust. Sie brauchen den Zustand, um die Lücke zu finden. Schalten Sie die Website stattdessen in den Wartungsmodus oder lassen Sie sie vom Hoster vorübergehend sperren.
2. Alle Zugänge ändern
Ändern Sie die Passwörter für das Hosting, FTP/SFTP, die Datenbank und alle Joomla-Konten mit Administratorrechten. Prüfen Sie in der Benutzerverwaltung, ob es Konten gibt, die Sie nicht kennen.
3. Den Zustand sichern
Erstellen Sie eine Kopie aller Dateien und der Datenbank, so wie sie jetzt sind. Diese Kopie ist nicht zum Zurückspielen gedacht, sondern zur Analyse.
4. Ursache finden und bereinigen
Meist ist eine veraltete Joomla-Version oder eine Erweiterung mit bekannter Lücke der Einstieg. Schadcode versteckt sich oft in Dateien, die harmlos aussehen. Ein sauberes Backup von vor dem Angriff hilft, aber nur, wenn danach auch die Lücke geschlossen wird. Sonst ist die Website nach wenigen Tagen wieder befallen.
5. Absichern und Google informieren
Nach der Bereinigung folgen Updates, Zwei-Faktor-Anmeldung für Administratoren und eine regelmäßige Datensicherung. Hat Google die Website markiert, beantragen Sie in der Search Console eine Überprüfung.
Und der Datenschutz?
Wurden personenbezogene Daten abgegriffen, etwa aus Formularen oder Benutzerkonten, kann eine Meldung an die Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden nötig sein (Art. 33 DSGVO). Klären Sie das früh.
Hilfe im Notfall
Ich bereinige gehackte Joomla-Websites, schließe die Lücke und sichere die Website ab. Schreiben Sie mir über das Anfrageformular, ich melde mich schnellstmöglich.
